11.02.2026

Wissenschaftliche Netzwerkanalyse des IKPE als Basis für die Weiterentwicklung des Leistungssports in Rheinland-Pfalz

Mit der Vorstellung der neuen Leistungssportstrategie des Landes Rheinland-Pfalz durch das Ministerium des Innern und für Sport, des hiesigen Landessportbundes  und der Stiftung Sporthilfe ist ein mehrmonatiger Analyse- und Entwicklungsprozess abgeschlossen worden, zu dem das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) mit einer wissenschaftlichen Studie einen zentralen Beitrag geleistet hat. Im Auftrag des Landessportbundes untersuchte das IKPE die bestehenden Kooperations- und Steuerungsstrukturen im rheinland-pfälzischen Leistungssport und leitete auf dieser Grundlage konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit ab.

Ziel der Studie „Netzwerkbeschreibung und Optimierung der Netzwerkarbeit und Erfolgssteigerung im Leistungssport in Rheinland-Pfalz“ war es, die aktuelle Zusammenarbeit der beteiligten Akteur*innen systematisch zu erfassen und zu analysieren, inwieweit eine optimierte Zusammenarbeit die Rahmenbedingungen für sportlichen Erfolg verbessern kann. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Rollen, Schnittstellen und Abstimmungsprozesse im Leistungssportnetzwerk transparenter, effizienter und serviceorientierter gestaltet werden können.

Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Online-Befragung der Netzwerkpartner sowie auf qualitativen Fokusgruppendiskussionen. Befragt wurden Vertreter*innen der beteiligten Ministerien, des Landessportbundes, der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz, des Olympiastützpunkts Rheinland-Pfalz/Saarland, der Sportvereine und Fachverbände, der regionalen Sportbünde sowie Trainer- und Athlet*innenvertretungen. Die Fokusgruppendiskussionen ermöglichten ergänzend eine vertiefte Betrachtung bestehender Entwicklungs- und Optimierungspotenziale.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz über vielfältige Potenziale verfügt. Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE, fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen: „Die Studie zur Optimierung der Netzwerkarbeit und Erfolgssteigerung zeigt deutlich: Im Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz steckt ein enormes Potenzial. Um es freizusetzen, muss die Zusammenarbeit noch transparenter und vertrauensvoller gestaltet werden. Dabei sind die Athletinnen und Athleten klar in den Mittelpunkt zu stellen und ihre Leistungsfähigkeit bestmöglich zu fördern.“

Auch aus Sicht des Auftraggebers liefert die Studie eine wichtige Grundlage für die weitere strategische Ausrichtung. Prof. Dr. Mark Pfeiffer, Vizepräsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, betont: „Ziel der Untersuchung war es vorrangig, die Zusammenarbeit im Leistungssportnetzwerk in seiner bisherigen Struktur zu beleuchten, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und daraus Ableitungen zu generieren. Insgesamt wollen wir so die Erfolge und Erfolgswahrscheinlichkeiten rheinland-pfälzischer Athletinnen und Athleten mit Blick auf internationale Meisterschaften und Olympische Spiele steigern. Das erreichen wir nur gemeinsam.“

Mit der Studie leistet das IKPE einen fundierten wissenschaftlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Leistungssports in Rheinland-Pfalz. Die gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen fließen in den weiteren Strategieprozess ein und bilden eine Grundlage für künftige Abstimmungs- und Umsetzungsprozesse im Leistungssportnetzwerk des Landes.

Bildquellen: Bild 1,2,4 – Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Bild 3 – IKPE e.V.