17.06.2016

Zum Thema

Als Instrument zur Überprüfung von Ergebnissen und Wirkungsfaktoren kommt die Evaluation häufig bei Modellprojekten und Angeboten sowie Maßnahmen im sozialen Bereich zur Anwendung. Dabei stehen nicht die Analyse regionalspezifischer Lebenslagen, sondern die erzielten Wirkungen auf die Gruppe der Adressaten im Vordergrund. Eine passende Methode ist in diesem Zusammenhang zumeist die formative Evaluation, die das konkrete Vorhaben analytisch begleitet und die Ergebnisse zur praktischen Nutzung in den Prozess einspeist. Seltener werden auch summative Formen der Evaluation genutzt, die abschließend den Erfolg objektiv beurteilen.
Die Evaluation ermöglicht für ein Modellprojekt die Überprüfung der Zielerreichung und der darüber hinaus erreichten Wirkungen zum Zweck der objektiven Beurteilung der praktischen Anwendbarkeit sowie der Aspekte der Effektivität und Effizienz. Vorgehen und Methode werden auf das spezifische Programm angepasst, beinhalten jedoch überwiegend einen Zugang zu fachlichen Akteuren und Adressaten gleichermaßen. Insbesondere die Explikation von Wirkfaktoren stellt hohe Anforderungen an die inhaltliche und fachliche Kenntnis der Programme, Angebote und Maßnahmen sowie die Fähigkeit wissenschaftlicher Forschungsansätze.
Ein wissenschaftlicher Evaluationsbegriff beinhaltet
(1) die Definition von Zielen im Vorfeld einer Projektidee,
(2) die Auswahl bzw. Entwicklung von Beurteilungskriterien und Messinstrumenten,
(3) die Datenerhebung (welche keinesfalls nur an Fragebögen gebunden sein muss) und
(4) das Festhalten von Ergebnissen sowie die Erarbeitung von Schlussfolgerungen.