21.05.2026
Startveranstaltung der Servicestelle kommunale Pflegestrukturplanung Thüringen
Am 20.05.2026 ist das Modellvorhaben serkoP – Servicestelle kommunale Pflegestrukturplanung Thüringen im Haus Dacheröden in Erfurt in die nächste Phase gestartet. Vertreter*innen aus Kommunen, Pflegekassen, Wissenschaft und Landespolitik kamen zusammen, um die Modell- und Netzwerkkommunen offiziell zu begrüßen und den Projektauftakt zu gestalten.
Angesichts einer alternden Bevölkerung und eines steigenden Pflegebedarfs stehen Kommunen vor der Herausforderung, ihre Versorgungsstrukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Servicestelle unterstützt Thüringer Kommunen dabei, eine systematische und datenbasierte Pflegestrukturplanung aufzubauen, um Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen und bedarfsgerechte Angebote zu sichern.
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Landes Thüringen (Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, TMSGAF) und in gleicher Höhe aus Mitteln des Spitzenverbandes Bund der Pflegekassen nach § 123 SGB XI. Ziel ist es, Kommunen fachlich zu begleiten und innovative sowie übertragbare Planungsansätze zu entwickeln.
Nach den Grußworten von Prof. Dr. Jörg Fischer (IKPE), Staatssekretärin Tina Rudolph (TMSGAF) und Peggy Walter (BKK Landesverband Mitte) wurden die Modell- und Netzwerkkommunen vorgestellt sowie der Projektablauf und die wissenschaftliche Evaluation erläutert.
In den kommenden Jahren werden die Stadt Jena sowie die Landkreise Greiz und Nordhausen als Modellkommunen begleitet. Ergänzend beteiligen sich die Netzwerkpartner Weimarer Land, Ilm-Kreis und Hildburghausen am Projekt. Ziel ist die Entwicklung eines übertragbaren Modells für die kommunale Pflegestrukturplanung in Thüringen.
Ein fachlicher Impuls aus Bayern zeigte praxisnah, wie Pflegestrukturplanung dort umgesetzt wird. Dr. Annette Weiß (Bayerisches Landesamt für Pflege) und Dr. Stefan Schiele (Bayerisches Landesamt für Statistik) gaben Einblicke in die dortige Pflegestrukturplanung. Im Fokus standen die Ausgangslage in bayerischen Kommunen, Vernetzungsaktivitäten, Herausforderungen bei der Pflegebedarfsermittlung sowie die Bedeutung belastbarer Datengrundlagen für eine gelingende Planung.
Mit der Startveranstaltung ist der Grundstein für die gemeinsame Arbeit in den kommenden Jahren gelegt. Wir danken allen Beteiligten für den intensiven Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Bildquelle: IKPE e.V. / Canva







