19.09.2025

Rückblick auf den 83. Deutschen Fürsorgetag in Erfurt 

Unter dem Motto „TRANSFORMATIONEN – SOZIAL – MACHEN“ wurde in den letzten drei Tagen viel diskutiert. Auch das IKPE bot am 18.09.2025 mit zwei Fachforen Gelegenheit dafür. Zum einen im Zukunftsworkshop „Älter, weniger, vielfältiger – Strategien für den ländlichen Raum durch Kooperation in der Sozialplanung“, gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS) der LIGA Thüringen. Im Workshop wurden Szenarien zur Stärkung der sozialen Teilhabe im ländlichen Raum vorgestellt und in Kleingruppen gemeinsam mit Akteuren aus ganz Deutschland diskutiert sowie mit deren Praxiserfahrungen abgeglichen. Der Austausch hat uns wertvolle Anregungen und Erkenntnisse vermittelt, die wir in die weitere Vertiefung und Ausarbeitung der Inhalte einfließen lassen werden. Die Ergebnisse sollen weiterentwickelt werden; hierzu laden wir zum digitalen Follow-up am 23.10.2025 ein. Die Anmeldung ist bis zum 26.09.2025 unter folgendem Link möglich.

Und zum anderen beteiligten sich die „Thüringer Präventionsketten“ im Fachforum „Präventionsketten erfolgreich gestalten: Armutsfolgen vorbeugen und ein gutes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen sichern!“. Es wurden kommunale Praxisbeispiele der Präventionsketten aus dem thüringischen Saale-Orla-Kreis und der nordrhein-westfälischen Stadt Oberhausen vorgestellt. Die konkreten Beispiele zeigten, wie Präventionsketten vor Ort aufgebaut, Zielgruppen erreicht und Unterstützungsangebote gebündelt werden können. Im Anschluss erweiterten fachliche Inputs der Thüringer Präventionsketten, vertreten durch Programmleiterin Dr. Heike Schaarschmidt vom IKPE e.V., sowie vom Qualitätsverbund Kommunale Präventionsketten, vertreten durch Christoph Gilles, die Perspektive um zentrale Gelingensbedingungen und Herausforderungen. Abgeschlossen wurde das Fachforum durch einen Austausch mit allen Teilnehmenden, der verschiedene Sichtweisen auf kommunaler, Landes- sowie Bundesebene vereinte. Frau Dr. Martina Kottmann (BMBFSFJ) brachte ihre Expertise ein, welche Erfahrungen auf Bundesebene mit dem NAP bestehen. Die Diskussion zeigte, dass Präventionsketten ein komplexer und anspruchsvoller Weg sind, um die verschiedenen Akteur*innen aus der Jugendhilfe, Gesundheit, Bildung, Soziales und Wohnen nachhaltig zusammenzuführen, um mit bestehenden Ressourcen Folgen von Kinderarmut präventiv zu begegnen und gegenzusteuern. Ganz unter dem Motto: Gemeinsam geht‘s besser, aber nicht leichter!

Mit rund 100 Teilnehmer*innen boten unsere beiden Fachforen beim Deutschen Fürsorgetag einen wertvollen Raum für Austausch und Diskussion. Das Interesse bestätigt die Relevanz der Themen – von Präventionsketten bis zu strategischer Sozialplanung. Wir bedanken uns für den konstruktiven Austausch, der gezeigt hat, wie wichtig die gemeinsame Arbeit an Lösungen – über den Tellerrand von Thüringen hinaus – für aktuelle und zukünftige Herausforderungen ist.

Mehr Informationen zum 83. Deutschen Fürsorgetag erhalten Sie unter folgendem Link.

 

Bildquelle: 1-6 IKPE e.V., 7-10 LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V./Peter Kießling