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20.08.2015

Qualitätsgerechte Entwicklung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung in Thüringen

In diesem Kooperationsprojekt der Fachbereiche Angewandte Informatik und Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt wurde die Bedarfsanalyse, Angebotsplanung und Qualitätssicherung in der Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung auf wissenschaftlicher Basis fortentwickelt, erprobt und fachlich begleitet.

Hierfür wurden die Fachkräfte aus den Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen im Land Thüringen repräsentativ zur Wahrnehmung ihres professionellen Auftrages und der Situation von Adressaten befragt. Die Fachkräftebefragung lieferte Einblicke in die aktuelle Situation aller Beratungsstellen im Land Thüringen sowie Erkenntnisse zu den heterogenen Bedarfslagen von  Adressaten der Beratung vor Ort.

Die Ergebnisse konnten im Verlauf des Projektes in regelmäßigen Intervallen mit den Beratungsfachkräften, Vertretern der Träger und des Sozialministeriums diskutiert und vertieft werden. Darauf aufbauen wurde in zwei Thüringer Kommunen exemplarisch die aktuelle fachliche Ausgestaltung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung mit ihren Ansätzen und Angeboten vor Ort in den Blick genommen. Zur Erweiterung und Untersetzung der Kenntnisse der Berater über die heterogenen Bedarfslagen der Menschen in verschiedenen Lebenslagen in den Kommunen untersetzten die Wissenschaftler Statistiken aus den Beratungsstellten durch regional verfügbare Sozialindikatoren und banden die Daten in ein langfristig von den Beratungsfachkräften selbst nutzbares Analysetool ein.

Aufbauend auf die Analyse wurde im Rahmen von Workshops mit den Akteuren vor Ort eine bedarfsgerechte Abstimmung der bestehenden Beratungsangebote und -ansätze auf kommunaler Ebene eingeleitet und wissenschaftlich unterstützt. Die gewonnenen Erkenntnisse mündeten in konkrete Handlungsempfehlungen, welche der Fortentwicklung der Qualität der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung in Thüringen dienen. Die Wissenschaftler sind zudem in beratender Funktion weiterhin in diesen Prozess eingebunden.