Referenzen

21.02.2019

Prozessbegleitung der Integrationsmanager*innen im Rahmen der Armutspräventionsrichtlinie des ESF

Laufzeit: 2016-2020
Ansprechpartner: Christian Kraft, M.Sc.; Dr. Stefan Huber

Das Land Thüringen fördert im Rahmen der ESF-Armutspräventionslinie den Aufbau planerischer Strukturen im Bereich der Sozial- und Integrationspolitik auf kommunaler Ebene. In enger Verzahnung mit Planungskoordinator*innen und Quartiersmanager*innen (ThINKA), die alle armutsgefährdeten Personengruppen auf lokaler Ebene in den Blick nehmen, wurde mit der “Thüringer Initiative für lokales Integrationsmanagement in den Kommunen” (kurz: ThILIK) im Jahr 2016 ein zusätzlicher Programmbaustein geschaffen, um den Anforderungen zunehmender Zuwanderung und der Koordinierung von Integrationsbemühungen gerecht zu werden. In dessen Rahmen erhalten Gebietskörperschaften die Möglichkeit nachhaltige Strukturen für ihre kommunale Integrationspolitik aufzubauen. Zu den Aufgaben der Integrationsmanager*innen gehören neben der strategischen Steuerung der lokalen Integrationspolitik insbesondere auch die Förderung der Interkulturellen Öffnung sowie der Willkommens- und Anerkennungskultur in der Region, als auch die Optimierung von Integrationsangeboten. Sie analysieren Bedarfslagen von Migrant*innen, erheben und optimieren Angebotsstrukturen vor Ort, vernetzen lokale Akteure und binden diese bei der Erstellung eines integrationspolitischen Leitbildes und einer abgestimmten Strategie mit Zielen und Maßnahmen umfassend ein. Zudem koordinieren sie die Umsetzung der Strategie, überprüfen die Wirksamkeit von Maßnahmen (Controlling), überwachen die fortlaufende Entwicklung der Situation vor Ort (Monitoring) und legen darüber hinaus Rechenschaft ab (Evaluation und Berichterstattung). Die Integrationsmanager*innen werden in allen Prozessschritten durch das IKPE begleitet. Dazu gehören:

(1) Unterstützung bei der Entwicklung eines Integrationskonzeptes,
(2) Vernetzung und Qualifizierung der Integrationsmanager*innen,
(3) Identifikation und Verbreitung von „Good Practises“,
(4) Moderationen für Veranstaltungen und Gremiensitzung,
(5) Regelmäßiger Austausch zu aktuellen Themen sowie
(6) Wissenstransfer von Praxis und Wissenschaft durch Präsentation der Erkenntnisse des Programmes innerhalb unterschiedlicher Foren.