20.02.2025

IKPE-Studie – Kommunen im Dialog: Bürgerbeteiligung in der Praxis

Wie wird Bürgerbeteiligung in deutschen Kommunen tatsächlich umgesetzt? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer aktuellen Studie „Kommunen im Dialog: Bürgerbeteiligung in Kommunen – Wahrnehmung, Organisation und Umsetzung in der Praxis“, die unter der Leitung von Dr. Gernot Herzer am Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse basieren auf einer deutschlandweiten Online-Befragung von 468 kommunalen Akteur*innen und liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Bürgerinnen und Bürger in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden – und wo noch Herausforderungen bestehen. Sie umfasste eine Vollerhebung von kreisfreien Städten, Gemeinden und Landkreisen und richtete sich deutschlandweit an Sozialplaner*innen. Die Studie wurde im Zeitraum von Februar bis Juli 2024 durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen: Bürgerbeteiligung ist kein „nice-to-have“, sondern ein essenzieller Bestandteil moderner Kommunalpolitik – verankert in internationalen und nationalen Gesetzgebungen, von der UN-Behindertenrechtskonvention über das Baugesetzbuch bis hin zur Thüringer Kommunalordnung.

Positive Entwicklungen konnten wir vor allem in folgenden Bereichen feststellen:

👉 Aufbau notwendiger Verwaltungsstrukturen
👉 Einrichtung spezialisierter Stellen für Bürgerbeteiligung
👉 Entwicklung von Fachkompetenzen
👉 Höhere Anzahl und bessere Umsetzungsqualität von Beteiligungsverfahren

Dennoch gibt es noch Herausforderungen:
💡 Empowerment: Wie können Bürgerinnen und Bürger tatsächlich mitentscheiden?
💡 Kompetenzaufbau: Welche Unterstützung brauchen Kommunen zur Umsetzung?
💡 Stadt-Land-Gefälle: Wie können strukturelle Unterschiede in der Beteiligung überwunden werden?

Unsere Erkenntnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung von Bürgerbeteiligung in Deutschland. Damit die Ergebnisse nicht nur Theorie bleiben, spiegeln wir sie aktiv an die Kommunen zurück und stellen sie in Publikationen und auf wissenschaftlichen Konferenzen zur Verfügung. Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter folgendem Link.