18.11.2015

Fachtag: Zwischen Flucht und neuer Heimat. Flüchtlingskinder als Herausforderung für die Thüringer Kommunen

Täglich werden wir mit neuen Bildern der globalen Flüchtlingsbewegungen konfrontiert. Die Zahl der Flüchtlinge steigt weltweit. Diese Flüchtlingsbewegungen sind Folgen von Staatszerfall, Krieg, Klimakatastrophen und der globalen Reichtumsverteilung. Nur ein sehr kleiner Teil davon erreicht die EU und Deutschland. Aber auch hier steigen die Flüchtlingszahlen stark an und stellen Gesellschaft wie Kommunen vor neue Herausforderungen, die beide verändern werden.

Nach einer Studie des Deutschen Komitees für UNICEF von 2014 sind ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge Kinder und Jugendliche. Bei ihrer Flucht haben sie oft traumatische Erfahrungen machen müssen. Hier angekommen leben sie in der Unsicherheit, ob sie wieder abgeschoben werden oder eine sichere Lebensperspektive finden. Dabei sind gerade Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung von Stabilität und Teilhabe abhängig. Eine wertvolle Brücke bilden die zahlreichen Initiativen vor Ort wie gemeinsamer Sport oder ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe – und dennoch sind Flüchtlingskinder vielfach noch vom gesellschaftlichen Leben
ausgeschlossen. Neben anfänglichen sprachlichen Barrieren mangelt es an Unterstützungsmaßnahmen, die der besonderen Lebenssituation dieser Kinder gerecht werden.

In der öffentlichen Debatte finden die spezifischen Problemlagen dieser Kinder und Jugendlichen kaum Beachtung. Wir wollen mit der Tagung daher auf die besondere Situation von Kindern auf der Flucht hinweisen und Ansätze eines gelingenden Umgangs auf der kommunalen Ebene mit verschiedenen Akteuren diskutieren. Mit einem breiten Workshop-Angebot wollen wir praxisnahen Austausch und Vernetzung unterschiedlicher Projekte in Thüringen anregen und unterstützen.

Im Namen der Kooperationspartner, die diese Tagung gemeinsam vorbereitet haben, dürfen wir Sie herzlich einladen.

Weitere Informationen und das Programm der Veranstaltung finden Sie >>hier<<