10.06.2026
Die Thüringer Präventionsketten – Kommunen im Austausch
Die vergangenen Monate standen im Programm „Thüringer Präventionsketten“ ganz im Zeichen von Austausch, Vernetzung und fachlichem Lernen. In verschiedenen Veranstaltungsformaten kamen Kommunen aus Thüringen und anderen Bundesländern zusammen, um Erfahrungen zu teilen und Impulse für die Weiterentwicklung kommunaler Präventionsketten zu gewinnen.
Den Auftakt bildete das Thüringer Online-Fachgespräch „Einblicke in den Offenbacher Aktionsplan gegen Kinderarmut“ am 29.04.2026. Karin Bahlo (Präventionskettenkoordinatorin und Kita-Fachberaterin) und Bernd Hormuth (stellvertretender Amtsleiter des Jugendamtes) aus Offenbach berichteten über die Entwicklung des Aktionsplans, die Arbeit der Steuerungsgruppe sowie den kommunalpolitischen Entscheidungsprozess. Als wichtige Erfolgsfaktoren wurden die hochrangige Verankerung des Themas, eine partizipative Bedarfserhebung sowie die Bündelung relevanter Akteur*innen benannt.
Am 12.05.2026 fand in Bad Hersfeld der erste länderübergreifende Austausch der kommunalen Koordinierenden aus Hessen und Thüringen, organisiert gemeinsam mit der Landeskoordinierungsstelle Präventionsketten Hessen (HAGE), statt. Im Mittelpunkt standen Fragen der Beteiligung von Kindern und Familien, der verwaltungsinternen Zusammenarbeit sowie des Aufbaus kommunaler Präventionsketten. Der Austausch machte deutlich, wie vielfältig die kommunalen Wege zur Gestaltung von Präventionsketten sind.
Die Kooperation zwischen Hessen und Thüringen spiegelte sich auch im dritten Termin der Veranstaltungsreihe „Präventionsketten im Fokus – Erfahrungen von Landkreisen für Landkreise“ am 27.05.2026 wider, an dem rund 60 Interessierte teilnahmen. Einblicke in die Einbindung politischer Entscheidungsträgerinnen in Präventionsketten gaben Myriam Lamotte-Heibroch (Fachbereichsleiterin für Jugend und Familie, Werra-Meißner-Kreis) sowie aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen Monika Simshäuser (Präventionskettenkoordinatorin), Peggy Greiser (Landrätin) und Cornelia Matthes (Fachbereichsleiterin Soziales, Jugend und Gesundheit). Die Praxisbeispiele verdeutlichten, dass Präventionskettenkoordinierende politische Akteurinnen fachlich und menschlich einbinden müssen. Entscheidend sind dabei einfache Zugänge zur Mitarbeit sowie die verständliche Vermittlung des Mehrwerts von Präventionsketten.
Am 09.06.2026 besuchte das Team die vom 23.05. bis 13.06.2026 in der Goethe Galerie gezeigte Kinderrechte-Ausstellung in Jena. Die Wanderausstellung vermittelt Kindern die Inhalte der UN-Kinderrechtskonvention altersgerecht und interaktiv.
Den Abschluss des Quartals bildete das Thüringer Online-Fachgespräch „Kinderbeteiligung leben – Der Kindergipfel des Landkreises Gotha“ am 24.06.2026. Nicole Schüttlöffel-König (Sozialarbeiterin im Jugendamt des Landkreises Gotha) und Andreas Jakob (Jugendamtsleiter des Landkreises Gotha) berichteten über Erfahrungen und Gelingensfaktoren des langjährig etablierten Beteiligungsformats.
Die vielfältigen Stationen der vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig der Blick über kommunale und Landesgrenzen hinweg für die Weiterentwicklung kommunaler Präventionsketten ist.
Bildquelle: IKPE e.V.








