10.01.2025
Die Stimme der jungen Generation: Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem 17. Kinder- und Jugendbericht
Wir blicken zurück auf ein spannendes Online-Kolloquium, das wir am 9. Januar 2025 veranstaltet haben. Gemeinsam mit Professor Dr. Jörg Fischer, Mitglied der Sachverständigenkommission des 17. Kinder- und Jugendberichts, haben wir zusammen mit den teilnehmenden Akteur*innen zentrale Ergebnisse des Berichts diskutiert und praxisrelevante Ableitungen für die kommunale Planung und Entwicklung beleuchtet.
Das Kolloquium zur Präsentation des 17. Kinder- und Jugendberichts war ein wertvoller Austausch über die Herausforderungen, vor denen junge Menschen heute stehen, und die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe, diese zu meistern.
Um die Kinder- und Jugendhilfe gezielt weiterzuentwickeln und die Lebensbedingungen junger Menschen zu verbessern, sind präzise Analysen und fundierte Empfehlungen notwendig. Ausgehend davon legt die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode den Kinder- und Jugendbericht vor, der diese wichtigen Erkenntnisse beinhaltet. Eine unabhängige Sachverständigenkommission wird mit der Ausarbeitung dieses Berichts beauftragt.
Am 18. September 2024 stellte Bundesjugendministerin Lisa Paus gemeinsam mit der Sachverständigenkommission den 17. Kinder- und Jugendbericht vor. Es ist ein Gesamtbericht zur Analyse und Bewertung der Kinder- und Jugendhilfe und ihres Beitrages zu einem gelingenden Aufwachsen junger Menschen. Mit den Stichworten „Aufwachsen in Krisen“ und „Aufwachsen in einer diversen Gesellschaft“ fand insbesondere die aktuelle Situation Eingang in die Analysen.
Zentrale Erkenntnisse des Berichts:
👉 Vielfältige Lebenswelten junger Menschen: Rund 22 Millionen junge Menschen in Deutschland – mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Herausforderungen – prägen das Bild einer sehr diversen Generation.
👉 Komplexe Krisenerfahrungen: Klimawandel, Pandemie und geopolitische Unsicherheiten wirken sich unterschiedlich auf das Wohlbefinden und die Chancen der jungen Generation au
👉 Zukunftsvertrauen: Trotz dieser Krisen zeigt sich eine Mehrheit der jungen Menschen optimistisch, dennoch ist das Vertrauen in die Zukunft insgesamt gesunken.
Wichtige Themen und Fallbeispiele aus der Praxis:
💡 Inklusion und Ganztagsbetreuung als Schnittstellen der Kinder- und Jugendhilfe zu anderen Bereichen wie Bildung und Gesundheit.
💡Kooperation als Grundprinzip: Nur durch Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Systemen können wir die komplexen Anforderungen der Jugendhilfe erfüllen und junge Menschen nachhaltig unterstützen.
💡Beteiligung der jungen Generation: Der Bericht zeigt auf, dass Partizipation und Mitbestimmung von jungen Menschen noch nicht ausreichend in die Praxis integriert sind – ein Bereich, der mehr Aufmerksamkeit braucht.
Schlussfolgerungen:
Die Zusammenarbeit von Institutionen und die strategische Planung sind unerlässlich, um den vielfältigen Bedürfnissen der jungen Generation gerecht zu werden. Besonders in Krisenzeiten brauchen wir starke und vertrauenswürdige Institutionen, die jungen Menschen Orientierung, Unterstützung und Perspektiven bieten.
Sollten Sie weitere Fragen zum Kinder- und Jugendbericht haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns, mit Ihnen in den Austausch zu treten.
Weiterführende Links:
Der 17. Kinder- und Jugendbericht des BMFSFJ
Broschüre „Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts“







