28.07.2021

Die Projekte im Einzelnen

Wissenschaftliche Begleitung der Fortentwicklung der ESF-Beschäftigungsförderung im ESF
Laufzeit: 01.01.2021 bis 30.09.2022

IKARAT- Projekt (OTEGAU)

Das Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum OTEGAU in Gera will vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl an jungen Menschen ohne Hauptschulabschluss in den vergangenen Jahren den Schulabgängerinnen und -abgängern eine Chance auf berufliche und soziale Integration ermöglichen. Aufgrund der „Corona-Maßnahmen“ konnten und können die Jugendlichen nicht im erforderlichen Umfang erreicht werden. Es soll herausgefunden und erprobt werden, was getan werden muss, um diese Jugendlichen besser kontaktieren zu können. Außerdem sollen bedarfsorientierte Angebote entwickelt werden. Dafür rücken insbesondere Jugendliche mit Bildungsarmutshintergrund in den Fokus. Ihnen soll die Möglichkeit der Erlangung der Ausbildungsreife und idealerweise der Aufnahme einer Berufsausbildung gegeben werden.
OTEGAU möchte  einen Ansatz weiterentwickeln, der berufliche Qualifizierung mit schulischer Bildung in Verbindung mit praktischer Arbeit kombiniert (Produktionsschulansatz).

Projekt Level Up (BWTW Saalfeld)

Im Zuge von zunehmend komplexeren Problemlagen der Zielgruppe des Jobcenters in Saalfeld, wird diese nicht mit den bereits bestehenden Ansätzen erreicht. Das Jobcenter will daher den Fokus auf eine Zielgruppe innerhalb der gemeldeten Arbeitslosen richten, die weniger gut zugänglich und zudem mit starken Hemmschwellen und Barrieren gegenüber dem Jobcenter „ausgerüstet“ ist. Diese Zielgruppe ist über typische Angebote nicht zu erreichenh, daher sollen andere Wege gefunden werden, um mit dieser Zielgruppe zusammen bedarfsorientierte Angebote zu entwickeln. Es geht auch darum, die Teilnehmenden zu motivieren, wieder an freiwilligen Hilfe- und Unterstützungsangebote teilzunehmen. Dazu arbeitet das Jobcenter im engen Austausch mit dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. (BTWT) zusammen, das als Projektträger für das vorliegende Projekt fungiert.
Mit Hilfe des Bildungswerks wird ein Tandemcoaching durchgeführt, damit die als ‚schwierig‘ erreichbar geltenden Menschen angeregt werden, die Leistungen des Jobcenters wieder in Anspruch zu nehmen. Dabei steht die Teilnehmerpartizipation aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit der Zielgruppe im Mittelpunkt.