05.02.2026
Das IKPE beim 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin
Unter dem Leitthema „Flächen und Gebäude in ländlichen Räumen klug nutzen – Heimat gemeinsam gestalten“ bot das 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin – veranstaltet vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) – Raum für Austausch, Praxisbeispiele und gemeinsame Zukunftsbilder.
Im Fachforum „Kunst der (Um-)Wandlung – vom Leerstand zu Orten der Daseinsvorsorge“ wurde am 22.01.2026 diskutiert, wie aus Leerstand lebendige soziale Orte entstehen können. Orte, die Versorgung, Begegnung und Lebensqualität miteinander verbinden.
Das Fachforum wurde gestaltet von der Hochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. Peter Dehne) und dem Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) (Prof. Dr. Thomas Klie) mit fachlichen Kommentierung durch die Dorfbewegung Brandenburg e.V. (Grit Körmer), der Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (ASG) (Dr. Oliver Klein) sowie vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) (Dr. Stefan Huber).
Am Beispiel der Gemeinde Langenfeld in Mittelfranken zeigte Reinhard Streng, 1. Bürgermeister der Gemeinde, wie diese „Kunst der Umwandlung“ gelingen kann: Durch einen partizipativen Prozess und eine kluge Innenentwicklung entstanden im Ort über die Jahre multifunktionale Orte, die Nahversorgung, soziale Angebote und neue Wohnformen generationenübergreifend und gemeinwohlorientiert vereinen.
In seiner Kommentierung hob Dr. Stefan Huber (IKPE) insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in ländlich geprägten Regionen wie Thüringen die zentrale Bedeutung integrierter Sozialplanung hervor. Verwaltung, Politik, freie Träger der sozialen Arbeit und Zivilgesellschaft müssen gemeinsam denken und handeln, um zukunftsfähige Lösungen für alle Lebensphasen und eine langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge zu entwickeln.
Wenn vorhandene Ressourcen konsequent genutzt, das Neudenken von Räumen ermöglicht und Prozesse professionell begleitet werden, können selbst ambitionierte Zukunftsbilder und Visionen Realität werden. Das Zukunftsforum hat eindrucksvoll gezeigt, wie kommunale Planung, fachliche Expertise und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken können, um ländliche Räume nachhaltig zu stärken.
Darüber hinaus wurde den Besucher*innen aktuelle Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zur Sozialstrategierichtlinie (ESF Plus) in Thüringen vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS Plus) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen umgesetzt wird.
Weitere Informationen zur Zukunftswerkstatt erhalten Sie unter folgendem Link.
Bildquellen:
Bild 1 – Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Bild 2-4 – IKPE e.V.










