Die Suche nach der richtigen Qualität in der Wahrnehmung und Bearbeitung von Bedarfen durch Politik, öffentliche Verwaltung und freie Träger nimmt angesichts von gestiegenen Erwartungen der Adressaten und Kostenträger, sich verändernden Bedarfen und höheren gesetzlichen Anforderungen einen immer breiteren Raum in der kommunalen Sozial-, Bildungs- und Gesundheitspolitik ein. Die Sicherung und Fortentwicklung von Qualität dient nicht nur der besseren Bewältigung anstehender fachlicher wie politischer Herausforderungen sowie der Befriedigung berechtigter Bedürfnisse von Adressaten bei, sondern hilft auch bei der Sicherstellung von Legitimation für die eigene Organisation und der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiterschaft.

Das IKPE versteht sich in der Qualitätsentwicklung als Inputgeber, Begleiter und Unterstützer der Akteure vor Ort als Experten vor Ort. Das bedeutet eine konsequente Ausrichtung an den bereits vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen. Wir fühlen uns dabei dem Ansatz der dialogischen Qualitätsentwicklung verpflichtet, in dem wir nicht ein fertiges Konzept von außen einbringen, sondern den Prozess mit Ihnen gemeinsam denken und daraus ein den Bedingungen vor Ort angepasstes Verständnis partizipativ entwickeln. Wir bieten Ihnen dafür den notwendigen fachlichen Rahmen und sichern Ihre Innovationskraft, die für die nachhaltige Nutzung der QE-Prozesse dringend erforderlich ist.

Externe wissenschaftliche Begleitung des Qualitätsentwicklungsprozesses in der Kinder- und Jugendhilfe im Fachbereich Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamts Dessau-Roßlau
Laufzeit: Oktober 2018 – November 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Jörg Fischer
In dem Projekt konnte der Allgemeine Soziale Dienst und das Jugendamt als Ganzes dabei unterstützt werden, ein Konzept zur Qualitätssicherung und -entwicklung zu erstellen. Im Rahmen einer dialogischen Qualitätsentwicklung und partizipativer Einbindung des ASD-Teams und der freien Träger wurden die Akteure befähigt, ein qualitätsorientiertes Selbstverständnis im ASD zu erarbeiten, partizipativ ein eigenes, den lokalen Bedingungen angepasstes Verständnis von Qualität zu entwickeln, ein Forum zur weiteren eigenverantwortlichen dialogorientierten Qualitätsentwicklung zu schaffen sowie im Rahmen einer lernenden Organisation eigene Ansätze zur weiteren QE zu implementieren.

Konzeptentwicklung und Umsetzung der Qualitätssicherung im Kinderschutz im Landkreis Wittenberg und im Altmarkkreis Salzwedel
Laufzeit: August 2014 – Dezember 2016
Projektleitung: Prof. Dr. Jörg Fischer
Mit dem Landkreis Wittenberg und dem Altmarkkreis Salzwedel erklärten sich zwei Kommunen bereit, den Kinderschutz unter dem Gesichtspunkt der Qualität zu hinterfragen und ein eigenes Konzept zur Fortentwicklung von Qualität aufzustellen. Die fachliche Begleitung orientierte sich an der dialogischen Qualitätsentwicklung und arbeitete mit starken partizipativen Anteilen. Im Projektzeitraum wurden kommunale Vorgehensweisen abgestimmt, zu beteiligende Akteure identifiziert, Netzwerkkonferenzen durchgeführt und die Grundlagen eines Transfers von Erfahrungen in der Qualitätssicherung im institutionell vernetzten Kinderschutz innerhalb der beteiligten Kommunen und im Land Sachsen-Anhalt zu legen. Als Ergebnis kann die Etablierung einer Qualitätsentwicklung und Kinderschutznetzwerken vor Ort sowie eine Agenda zur weiteren selbstständigen Fortentwicklung von Qualität im Kinderschutz festgehalten werden.