Präventionsketten sind ein mittlerweile bundesweit angewandter Strukturansatz. Damit wird ein Rahmen für integrierte Gesamtstrategien auf kommunaler Ebene geschaffen, wodurch Angebote innerhalb der öffentlichen Verwaltung sowie im Zusammenspiel mit den freien Trägern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft besser vernetzt werden können. Mittels des Präventionsansatzes sollen Menschen ineinandergreifende und gut abgestimmte Angebote nutzen können, um in herausfordernden Lebensphasen und Benachteiligungssituationen die Unterstützung unter Wahrung ihrer eigenen Potentiale zu bekommen, die für eine gelingende Lebensführung notwendig sind. Das flächendeckende Vorhandensein stabiler integrierter Planungsstrukturen, die in einer landes- und kommunalpolitischen Agenda verankert sind, ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal Thüringens. Es führt in der weiteren Fortentwicklung zu der Aufgabe, die Angebotsstrukturen noch besser fachübergreifend ineinander zu verzahnen und die vorhandenen Modernisierungsansätze programmatisch stärker zusammenzubringen.
Im Auftrag der Auridis Stiftung hat das IKPE das Programm „Thüringer Präventionsketten“ entwickelt, welches eine breite Akzeptanz im Freistaat Thüringen erfuhr. Durch die partizipative Einbindung vieler Akteure auf kommunaler und Landesebene steht das Programm „Thüringer Präventionsketten“ in einem engen Bezug zu den etablierten Strukturen auf Landesebene und in den Gebietskörperschaften.
Das IKPE startete in Kooperation mit dem Thüringer Sozialministerium und der Auridis Stiftung zum 1. April 2022 mit dem koordinierten Aufbau und der Implementierung von Präventionsketten in Thüringer Kommunen. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist es, die strukturellen Bedingungen für ein fachübergreifendes Wirken von präventiven Ansätzen auf kommunaler Ebene zu schaffen. Ausgehend von der Verbesserung des gelingenden Aufwachsens von Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren erfolgt eine finanzielle Förderung von Kommunen durch die Stiftung sowie eine fachliche Begleitung und Unterstützung durch das Institut. Das Förderprogramm richtet sich an Landkreise und kreisfreie Städte von Thüringen. Die Laufzeit des Förderprogramms wurde verlängert bis 2028.
Die Schirmherrschaft für das Programm hat Frau Katharina Schenk, die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie übernommen. Aktuell werden sieben Kommunen bei der Entwicklung einer Präventionskette unterstützt, wissenschaftlich begleitet und qualifiziert: Erfurt, Gera, Sömmerda, Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen, Jena und Saale-Orla-Kreis. Seit Beginn des Jahres 2026 können wir fünf weitere Thüringer Kommunen im Rahmen des Förderprogramms Präventionsketten begleiten.
Die weiterführenden Informationen zu der Förderung und Antragstellung finden Sie auf der Website der Präventionsketten unter „Programm“ und „Fördermöglichkeiten“ sowie „Service und Medien“.
Programm „Thüringer Präventionsketten“
Laufzeit bis 2028
Basisinformationen für interessierte Kommunen zum Programm „Thüringer Präventionsketten“
Einfach die PDF mit wissenswerten Informationen zum Programm herunterladen und anschauen.
Antragstellung zur Teilnahme am Programm „Thüringer Präventionsketten“:
Alle wichtigen Informationen rund um das Programm und zur Antragstellung finden Sie auf der Website des Programms „Thüringer Präventionsketten“ unter „Programm“, „Prozessbegleitung“ und „Fördermöglichkeiten“ sowie wichtige Dokumente unter „Service und Medien“.
Für Fragen zum Programm stehen Ihnen aktuell folgende Ansprechpartner*innen zur Verfügung:
Dr. Heike Schaarschmidt, E-Mail: heike.schaarschmidt(at)ikpe-erfurt.de, Telefon: 0361/30257-604 (Projektleitung)
Julia Bäring, E-Mail: julia.baering(at)ikpe-erfurt.de, Telefon: 0361/30257 -609 (Prozessbegleitung)
Svenja Ossenbrüggen, E-Mail: svenja.ossenbrueggen(at)ikpe-erfurt.de, Telefon 0361/30257 -605 (Prozessbegleitung)