Zu den Aufgaben der Integrationsmanager*innen gehören neben der strategischen Steuerung der lokalen Integrationspolitik insbesondere auch die Förderung der Interkulturellen Öffnung sowie der Willkommens- und Anerkennungskultur in der Region, als auch die Optimierung von Integrationsangeboten. Sie analysieren Bedarfslagen von Migrant*innen, erheben und optimieren Angebotsstrukturen vor Ort, vernetzen lokale Akteure und binden diese bei der Erstellung eines integrationspolitischen Leitbildes und einer abgestimmten Strategie mit Zielen und Maßnahmen umfassend ein. Zudem koordinieren sie die Umsetzung der Strategie, überprüfen die Wirksamkeit von Maßnahmen (Controlling), überwachen die fortlaufende Entwicklung der Situation vor Ort (Monitoring) und legen darüber hinaus Rechenschaft ab (Evaluation und Berichterstattung).

Damit die Aufgaben bestmöglich wahrgenommen werden können, begleitet das IKPE von Beginn an das Land und die Kommunen im Programm. Auf lokaler Ebene werden die Integrationsmanager*innen in allen Prozessschritten begleitet. Dazu gehören z.B. die Unterstützung bei der Entwicklung eines Integrationskonzeptes, die Vernetzung und Qualifizierung der Integrationsmanager*innen, die Identifikation und Verbreitung von „Good Practises“, Moderationsdienste für Veranstaltungen und Gremiensitzung sowie regelmäßigen Austausch zu aktuellen Themen zu fördern. Zudem regt das IKPE eine engere Zusammenarbeit von Land und Kommunen an, referiert im Landesintegrationsbeirat zu aktuellen Entwicklungen auf kommunaler Ebene und präsentiert Erkenntnisse des Programmes auf unterschiedlichen Foren, um einen Wissenstransfer von Praxis und Wissenschaft zu generieren.

ThILIK
Laufzeit: 2016 – 2020
Projektleitung: Dr. Stefan Huber
Kommunen sind der Ort, an dem die Integration von (Neu-)Zugewanderten stattfindet und eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen gestaltet werden kann. Das Land Thüringen fördert im Rahmen der ESF-Armutspräventionslinie den Aufbau planerischer Strukturen im Bereich Sozial- und Integrationspolitik auf kommunaler Ebene. In enger Verzahnung mit Planungskoordinator*innen und Quartiersmanager*innen, die alle armutsgefährdeten Personengruppen auf lokaler Ebene in den Blick nehmen, wurde mit der “Thüringer Initiative für lokales Integrationsmanagement in den Kommunen” (kurz: ThILIK) im Jahr 2016 ein zusätzlicher Programmbaustein geschaffen, um den Anforderungen zunehmender Zuwanderung und der Koordinierung von Integrationsbemühungen gerecht zu werden. In dessen Rahmen erhielten die Gebietskörperschaften in Thüringen die Möglichkeit nachhaltige Strukturen für ihre kommunale Integrationspolitik aufzubauen bzw. diese weiter zu entwickeln.