Täglich werden wir mit neuen Bildern der globalen Flüchtlingsbewegungen konfrontiert. Die Zahl der Flüchtlinge steigt weltweit. Diese Flüchtlingsbewegungen sind Folgen von Staatszerfall, Krieg, Klimakatastrophen und der globalen Reichtumsverteilung. Nur ein sehr kleiner Teil davon erreicht die EU und Deutschland. Aber auch hier steigen die Flüchtlingszahlen stark an und stellen Gesellschaft wie Kommunen vor neue Herausforderungen, die beide verändern werden.

Nach einer Studie des Deutschen Komitees für UNICEF von 2014 sind ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge Kinder und Jugendliche. Bei ihrer Flucht haben sie oft traumatische Erfahrungen machen müssen. Hier angekommen leben sie in der Unsicherheit, ob sie wieder abgeschoben werden oder eine sichere Lebensperspektive finden. Dabei sind gerade Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung von Stabilität und Teilhabe abhängig. Eine wertvolle Brücke bilden die zahlreichen Initiativen vor Ort wie gemeinsamer Sport oder ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe – und dennoch sind Flüchtlingskinder vielfach noch vom gesellschaftlichen Leben
ausgeschlossen. Neben anfänglichen sprachlichen Barrieren mangelt es an Unterstützungsmaßnahmen, die der besonderen Lebenssituation dieser Kinder gerecht werden.

In der öffentlichen Debatte finden die spezifischen Problemlagen dieser Kinder und Jugendlichen kaum Beachtung. Wir wollen mit der Tagung daher auf die besondere Situation von Kindern auf der Flucht hinweisen und Ansätze eines gelingenden Umgangs auf der kommunalen Ebene mit verschiedenen Akteuren diskutieren. Mit einem breiten Workshop-Angebot wollen wir praxisnahen Austausch und Vernetzung unterschiedlicher Projekte in Thüringen anregen und unterstützen.

Im Namen der Kooperationspartner, die diese Tagung gemeinsam vorbereitet haben, dürfen wir Sie herzlich einladen.

Weitere Informationen und das Programm der Veranstaltung finden Sie >>hier<<

10:00 – 16:00 Uhr | Landratsamt Kyffhäuserkreis

Aus dem Inhalt der Veranstaltung
Netzwerke gelten als ein Schlüssel zur Überwindung parallel verlaufender Strukturen in der Wahrnehmung von Bedarfen und Entwicklung von Angeboten. Der Trend zu systematischen Formen der Zusammenarbeit zwischen mehreren Institutionen und unterschiedlichen Professionellen beinhaltet eine Vielzahl von Potenzialen für Planungsfachkräfte und Entscheider, wie Erfahrungen in verschiedenen Handlungsfeldern der Bildungs-, Sozial- und Gesundheitspolitik zeigen.

Erfolgreiche Projekt- und Netzwerkarbeit hängt jedoch von einem funktionierenden Management und professioneller Steuerung ab. In der Qualifizierung soll dies praxisnah erläutert und in Bezug auf konkrete Handlungsansätze diskutiert werden

Leitthemen in der Veranstaltung
– Netzwerke als Element kommunaler Planungskoordination
– Gelingens- und Risikofaktoren von Netzwerkarbeit
– Erfolgreiche Steuerung von kommunalen Netzwerken

Die Veranstaltung richtet sich an
– politische Entscheidungsträger
– DezernentInnen
– AmtsleiterInnen
– FachplanerInnen
– VerwaltungsmitarbeiterInnen
– VertreterInnen der freien Wohlfahrtspflege

Referent:

Prof. Dr. Jörg Fischer ist Professor für Bildungs- und Erziehungs-konzepte und Leiter des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung an der Fachhochschule Erfurt.

Arbeitsschwerpunkte:
Lokale Netzwerkentwicklung im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, Integrierte Bedarfsanalysen und Planungsansätze in der kommunalen Sozial- und Bildungspolitik, Kinderschutz und Frühe Hilfen, Wahrnehmung und professionelle Bearbeitung von Armut und Bildungsbenachteiligung, , Politische Steuerung in der Sozialen Arbeit

 


Die Veranstaltung wird für 8 – 20 Personen angeboten.
Eine Anmeldung ist bis zum 26.11.2015 möglich.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Insa Schulze

20.01.2016 | 10:00 Uhr- 16:00 Uhr | Landratsamt Saale-Orla-Kreis

Aus dem Inhalt der Veranstaltung
Kommunikation ist ein elementarer Bestandteil im Alltag und grundlegend für jegliche Art des menschlichen Zusammenlebens. Täglich ablaufende Kommunikationsprozesse gestalten das private als auch das berufliche Leben. Diese Prozesse verlaufen jedoch nicht immer erfolgreich, falsch interpretierte Kommunikationsversuche können unter Kollegen oder im privaten Bereich zu Missverständnissen und Spannungen führen.

In dieser Veranstaltung werden Grundlagen der Kommunikation betrachtet. Dabei dienen ausgewählte Kommunikationsmodelle und kommunikationstheoretische Überlegungen als Anhaltspunkte für die Auseinandersetzung und Erklärung kommunikativer Abläufe. Auch die Reflektion eigener Rollen und Haltungen in Kommunikationsprozessen soll in der Veranstaltung angestoßen werden.

Leitthemen in der Veranstaltung
– Grundlagen von Kommunikation
– Wirkung eigener Kommunikation
– Kommunikationstheoretische Annahmen
– Ausgewählte Kommunikationsmodelle

Die Veranstaltung richtet sich an
– politische Entscheidungsträger
– DezernentInnen
– AmtsleiterInnen
– FachplanerInnen
– VerwaltungsmitarbeiterInnen
– VertreterInnen der freien Wohlfahrtspflege

Referent:
Tilo Fiegler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften sowie Leiter der Basic School der Fachhochschule Erfurt.


Die Veranstaltung wird für 8 – 20 Personen angeboten.
Eine Anmeldung ist bis zum 04.01.2016 möglich.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Insa Schulze

Das IKPE unterstützt Sie in allen Aspekten, die zu einer Evaluation gehören. Unser Ziel ist es, die Stärken, aber auch die Schwächen einer Projektidee frühzeitig zu identifizieren sowie im Rahmen der Evaluation kontinuierlich über die Wirkungen von eingeleiteten Maßnahmen, Angeboten und Dienstleistungen zu informieren. Unsere Auftraggeber und Kooperationspartner, deren Projekte, Angebote und Dienstleistungen mit Unterstützung des IKPE evaluiert werden, sind von Beginn an konzeptionell in die Festlegung der Beurteilungskriterien und die Entwicklung der Messinstrumente mit einbezogen.
Transparenz steht dabei an erster Stelle. Wir informieren in individuell vereinbarten Intervallen über den Fortgang der Evaluation und dokumentieren unsere Forschungsergebnisse in Zwischenberichten.
Darüber hinaus ist es unser Anliegen, die Erkenntnisse aus der kontinuierlichen Begleitung der evaluierten Prozesse in wissenschaftlicher Form aufzubereiten und in fachliche Ableitungen zu überführen.

In zwei Landkreisen des Landes Sachsen-Anhalt begleitet das IKPE eine modellhafte Konzeptentwicklung zur Sicherung und Stärkung der Kinderschutzqualität. Als Ausgangspunkt für das Vorgehen dient der vom Kronbergerkreis für Dialogische Qualitätssicherung e.V. entwickelte Ansatz „Dialogischer Qualitätsentwicklung“.

Die Kinderschutzakteure werden dabei dazu angeregt, gemeinsam nach Lösungen und Standards zur Weiterentwicklung und Sicherung von Kinderschutzqualität zu suchen. Anstatt dass Qualitätsstandards vorgegeben werden, wird den Akteuren die Möglichkeit zur eigenständigen Mitwirkung in dem Prozess der Qualitätsentwicklung im Kinderschutz gegeben.

Es werden Strategien zur Entwicklung eines Transferverfahrens von Qualitätssicherung im institutionell vernetzten Kinderschutz erarbeitet. Mit der praktischen Erprobung von entwickelten
Vorhaben zur Sicherung der Kinderschutzqualität geht auch die Evaluation der Umsetzung einher.

Das Projekt setzt dabei an, Gegebenheiten vor Ort zu erfassen und zu analysieren. Darauf folgt im Sinne einer „Dialogischen Qualitätsentwicklung“ die Entwicklung eines abgestimmten Konzeptes zur Qualitätssicherung eines institutionell vernetzten Kinderschutzes.

In diesem Kooperationsprojekt der Fachbereiche Angewandte Informatik und Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt wurde die Bedarfsanalyse, Angebotsplanung und Qualitätssicherung in der Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung auf wissenschaftlicher Basis fortentwickelt, erprobt und fachlich begleitet.

Hierfür wurden die Fachkräfte aus den Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen im Land Thüringen repräsentativ zur Wahrnehmung ihres professionellen Auftrages und der Situation von Adressaten befragt. Die Fachkräftebefragung lieferte Einblicke in die aktuelle Situation aller Beratungsstellen im Land Thüringen sowie Erkenntnisse zu den heterogenen Bedarfslagen von  Adressaten der Beratung vor Ort.

Die Ergebnisse konnten im Verlauf des Projektes in regelmäßigen Intervallen mit den Beratungsfachkräften, Vertretern der Träger und des Sozialministeriums diskutiert und vertieft werden. Darauf aufbauen wurde in zwei Thüringer Kommunen exemplarisch die aktuelle fachliche Ausgestaltung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung mit ihren Ansätzen und Angeboten vor Ort in den Blick genommen. Zur Erweiterung und Untersetzung der Kenntnisse der Berater über die heterogenen Bedarfslagen der Menschen in verschiedenen Lebenslagen in den Kommunen untersetzten die Wissenschaftler Statistiken aus den Beratungsstellten durch regional verfügbare Sozialindikatoren und banden die Daten in ein langfristig von den Beratungsfachkräften selbst nutzbares Analysetool ein.

Aufbauend auf die Analyse wurde im Rahmen von Workshops mit den Akteuren vor Ort eine bedarfsgerechte Abstimmung der bestehenden Beratungsangebote und -ansätze auf kommunaler Ebene eingeleitet und wissenschaftlich unterstützt. Die gewonnenen Erkenntnisse mündeten in konkrete Handlungsempfehlungen, welche der Fortentwicklung der Qualität der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung in Thüringen dienen. Die Wissenschaftler sind zudem in beratender Funktion weiterhin in diesen Prozess eingebunden.

Sowohl fachliche als auch politische Akteure fühlen sich ihrer Kommune stark verpflichtet und sind tief in die Arbeitsabläufe vor Ort eingebunden. Manchmal geraten aus diesem Grund alternative Ideen für die Bewältigung neuer Herausforderungen aus dem Blick.
Das Institut bietet einen Blick von außen und berät kommunale Akteure hinsichtlich der Vernetzung unterschiedlicher Fachbereiche mit dem Ziel der gemeinsamen Planung und Entwicklung von Strategien.
Wir verstehen uns als Austauschplattform gelingender kommunaler Planungspraxis, Inputgeber, Transferbegleiter und Moderator.

Wir unterstützen die Umsetzung zielgenauer Praxislösungen bei der Fortentwicklung von Vernetzungsstrategien auf lokaler Ebene und bieten einen ‚Schonraum‘ zur offenen Diskussion neuer Ideen.
Konkret bedeutet dies für Sie als Gemeinde, Stadt oder Landkreis, dass wir mit Ihnen vor Ort zusammenarbeiten. Unser Team richtet sich dabei nach Ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen. Sie als Kommune bestimmten maßgeblich, in welcher Art und Weise wir Sie unterstützen.

Beispielsweise als:

– Berater bei kommunalspezifischen Herausforderungen
– Moderator von Gesprächen, Veranstaltungen oder bei Fachtagen
– Inputgeber zu aktuellen Themen aus der Armutsforschung
– Begleiter von Prozessen
– Unterstützer bei Gesprächen mit Trägern und innerhalb von Gremien

Zahlreiche Lebenslagen der Bevölkerung hängen unmittelbar zusammen und können nicht isoliert voneinander betrachtet werden – Wir überprüfen Indikatoren zu den Lebenslagen der Bevölkerung daher auf mögliche Querverbindungen und machen ihre Zusammenhänge sichtbar.
Problemlagen sind immer individuell zu betrachten. Dort wo die Indikatorenforschung an ihre Grenzen gerät, gehen wir einen Schritt weiter und erarbeiten Lösungen für Kommunen, spezifische Bedarfe innerhalb der Bevölkerung auch jenseits von Statistiken sichtbar zu machen.