18.12.2025
Armutsprävention in Thüringen: Rückblick auf ein Projekt, das vor zehn Jahren begann
Im November 2025 blicken wir beim IKPE auf ein wichtiges Kapitel zurück: Vor zehn Jahren startete das IKPE das Projekt „Prozessbegleitung der Planungskoordinator*innen“ im Rahmen der Armutspräventionsrichtlinie des Europäischen Sozialfonds. Diese Richtlinie war ein erfolgreiches Förderinstrument, das wirksam dazu beigetragen hat, Armut und Ungleichheit zu verringern sowie soziale Teilhabe vor Ort zu stärken.
Das IKPE begleitete die Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen während der Projektlaufzeit von 2015 bis 2022 wissenschaftlich bei der Entwicklung und Umsetzung kommunaler Armutspräventionsstrategien.
Ein Meilenstein in der Dokumentation dieser Arbeit war die Broschüre „Fünf Jahre Armutsprävention in Thüringen“, die im Oktober 2020 im Namen des Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie veröffentlicht wurde und an deren Erstellung auch das IKPE maßgeblich mitwirkte. Die Broschüre zieht eine Zwischenbilanz des Projekts und gibt einen Überblick über die Entwicklungen in den Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten.
Doch soziale Inklusion bleibt eine fortwährende Aufgabe. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Armutspräventionsrichtlinie wurde 2022 die ESF Plus Sozialstrategierichtlinie eingeführt. Sie ermöglicht es teilnehmenden Kommunen, Planungsprozesse zu vertiefen und den partizipativen Einbezug von Bürger*innen in lokale Verfahren der Bedarfsfeststellung und Angebotsentwicklung weiter auszubauen. Seit Beginn unterstützt unser Institut die Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte dabei, passgenaue Lösungen zu entwickeln – unter anderem zur Bekämpfung von (Kinder-)Armut, Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe insbesondere sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen, zum Umgang mit Bildungsbenachteiligung und mit Fachkräftemangel.
im Bild: Heike Werner – ehemalige Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Freistaats Thüringen und Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE e.V.
Bildquelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF)







