Institut für kommunale
Planung und Entwicklung e. V.

Newsletter 02|2023

Inhalt der Ausgabe:
Aktuelles aus dem IKPE: Unterstützende Angebote für Kommunen, Projektstart im Landkreis Altenburg, Neuerscheinung im Deutschen Verein (DV), ASW-Forschungsbericht FH Erfurt
IKPE vor Ort: Auftakt Programm "Thüringer Präventionsketten" im Landkreis Sömmerda
Konkret: Das Interview mit Claudia Michelfeit, TMASGFF und Mitglied im Vorstand des IKPE zum Fachtag Wohnungslosigkeit in Thüringen
Blitzlichter aus der Arbeit des Instituts: Kooperationsprojekt "TransX", Thüringer Präventionsketten, Projekt Aktionsplan zur Inklusion im Kreis Weimarer Land
Vorschau: 9. Erfurter Fachgespräch zur inklusiven Jugendhilfeplanung (online), Veranstaltung Thüringer Präventionsketten mit Sozialministerin Heike Werner am 07. September 2023
Rückschau: Lange Nacht der Wissenschaften an der FH Erfurt, Europafest in Sömmerda
IKPE-Empfehlungen: Literaturtipp von Dr. Stefan Huber, Neuerscheinung Buch "Neue Wege gehen" u. a. mit Dr. Theresa Hilse-Carstensen als Autorin

Neues aus dem Institut

Jetzt neu auf einen Blick: Angebote des IKPE zur Unterstützung der Kommunen
"Strategische Vernetzung" ist eines von sechs Angeboten des IKPE.

Ansprechpartnerin:
Dr. Hilse-Carstensen
E-Mail
„Kommunen unterstützen, ist unser Auftrag“, so lautet der Leitsatz des IKPE. Dementsprechend lassen sich sechs Themenbereiche ableiten, in denen die Mitarbeiterr*innen des Instituts den kommunalen Akteur*innen als erfahrene Partner zur Seite stehen.

"Das Leistungsangebot adressiert genau die Themen, die viele Kommunen als Schwerpunkte ihrer Planungsprozesse aktuell umtreiben", so Dr. Theresa Hilse-Carstensen, stellvertretende Institutsleiterin des IKPE.
Die kommunalen Planungs- und Präventionsprozesse werden dabei mit zielgerichteter, methodisch fundierter Prozessbegleitung und vielseitigen Qualifizierungsangeboten zum Kompetenzaufbau unterstützt.

Hier der Download zu den einzelnen Angeboten:

Sozialforschung, Angebots- und Bedarfsanalyse, Prozessbegleitung, Strategische Vernetzung, Evaluation, Monitoring
Neuerscheinung im NDV (Nachrichtendienst des Deutschen Vereins)
Kommunen als Vorreiter: Was sich aus kommunalen Ansätzen zur Armutsprävention lernen lässt
Autor*innenteam am IKPE: Dr. Heike Schaarschmidt, Prof. Dr. Jörg Fischer, Dr. Theresa Hilse-Carstensen, Dr. Stefan Huber, Andreas Blume-Strotzer:

In der wissenschaftlichen Begleitung von Bund, Ländern und Kommunen lässt sich immer wieder feststellen, dass ein großes Interesse an präventiven Ansätzen besteht. Allerdings ist der aktuelle Erkenntnisstand zur kommunalen Umsetzung und Weiterentwicklung präventiver Ansätze bisher nicht Teil eines übergreifenden und systematischen Wissenstransfers zwischen den föderalen Handlungsebenen. Der Beitrag stellt in zwei Teilen den kommunalen Erkenntnisstand dar und formuliert Ableitungen für Bund und Länder, um Kommunen wirksam beim Ausbau von Prävention und sozialer Teilhabe von Kindern zu unterstützen. Der erste Teil erschien im NDV 6/2023, der zweite Teil erscheint im NDV 7/2023. Zur Bestellung der Ausgaben hier.
Neues Projekt im Landkreis Altenburg:
Sozialbefragung 2023

Das Landratsamt Altenburg hat das IKPE beauftragt, für die aktuelle „Sozialbefragung 2023" die empirischen Erhebungen und Datenanalysen durchzuführen. Der Auftrag beinhaltet die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer repräsentativen Befragung der Bevölkerung des Landkreises Altenburger Land. Die Ergebnisse der Befragung wird das IKPE in einem Abschlussbericht zusammenfassen und vor dem Kreistag präsentieren. Aktuell wird im Projekt der entsprechende Fragebogen für eine Papier- und Online-Befragung vorbereitet, der die Adressat*innen nicht nur auf Deutsch, sondern zusätzlich in vier weiteren Sprachen erreichen soll.

Ansprechpartner
für das Projekt im Landkreis Altenburger Land: Dr. Rainer Vock
Kontakt: rainer.vock@ikpe-erfurt.de

Das Team des IKPE steht für Fragen zur wissenschaftlichen Entwicklung, Beratung und Begleitung kommunaler Projekten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Anfragen: Dr. Theresa Hilse Carstensen
Kontakt: theresa.hilse-carstensen@ikpe-erfurt.de
Forschungsbericht 2022 der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften (ASW) an der
Fachhochschule Erfurt veröffentlicht:
Der Bericht "Forschung im Fokus an der Faktultät Angewandte Sozialwissenschaften" gibt einen Überblick über die Forschungsaktivitäten im Jahr 2022.
Die Forschungsarbeit des IKPE wird im Bericht mit dem Kooperationsprojekt "Trans X" im Rahmen des Vorlaufforschungsprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beleuchtet. Darüber hinaus werden die Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr und Veröffentlichungen des An-Instituts sowie die Prozessbegleitung der Armutspräventionsrichtlinie des ESF (2015 bis 2022), des Landesprogramms „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ (LSZ) und die Koordination des Landesprogramms „Thüringer Präventionsketten“ genannt (2022 bis 2025). Hier zum Forschungsbericht

IKPE vor Ort

03.07.2023 | Landkreis Sömmerda
Auftaktveranstaltung Programm "Thüringer Präventionsketten
"

Ganz aktuell ist der Landkreis Sömmerda im Juli 2023 mit dem Programm „Thüringer Präventionsketten“ gestartet.
Vergleichbar wie im Wartburgkreis wurde im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung die fachliche Begleitung mit dem Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) vereinbart. Die Zusammenarbeit wurde am 3. Juli 2023 in einer Auftaktveranstaltung in Sömmerda offiziell besiegelt und die weitere Vorgehensweise beraten.
Die Begrüßung zur Veranstaltung übernahm Johannes Köther-Blum, Dezernent Soziales, Gesundheit, Schule im Landkreis Sömmerda. Ihm folgte mit einem Auftaktimpuls Dr. Heike Schaarschmidt, Programmleiterin "Thüringer Präventionsketten" am IKPE. Vision und Meilensteine erläuterte Christiane Maurer, Stabstelle Strategische Sozialplanung des Landkreises. Sie gab mit ihrem Beitrag die Grundlage für einen sich anschließenden regen Austausch unter den Teilnehmenden.

Insgesamt gehören nun fünf Kommunen zum Programm „Thüringer Präventionsketten“, die vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) beraten und begleitet werden.

Mehr dazu auf www.thueringer-praeventionsketten.de

Konkret - das Interview

Fachtag Wohnungslosigkeit in Thüringen | 19.06.2023
Interview mit Claudia Michelfeit, Leiterin der Strategischen Planung im Referat M 2 “Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Grundsatzfragen, strategische Planung” des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Das Thema „Wohnungslosigkeit“ in Thüringen war Anlass für einen Fachtag am 19. Juni 2023 in der Festhalle in Ilmenau. Eingeladen dazu hatte das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) Ordnungs- und Sozialbehörden, Vertretungen der Wohnungswirtschaft, der Wohnungslosenhilfe und anderer Unterstützungssysteme sowie Sozialplaner*innen.
Den Rahmen der Strategie gegen die Wohnungslosigkeit erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die Thüringer Sozialministerin Heike Werner. Verschiedene Perspektiven zum Thema waren Gegenstand weiterer Redebeiträge sowie einer Podiumsdiskussion.
In den Workshops wurden Zielgruppen und deren Bedarfe näher beleuchtet und das Fachwissen der 100 Anwesenden zusammengetragen. Einen Input dazu gab Claudia Michelfeit (Foto). Aus diesem Grund stellten wir ihr einige Fragen zum Fachtag im Interview „Konkret“:
Frau Michelfeit, zum Anlass der Veranstaltung. Wie prekär ist die Situation bei 1.400 Wohnungslosen in Thüringen?
Wohnungslosigkeit ist ja nicht naturgegeben, sondern hat vielfältige und vielschichtige Ursachen. Ziel ist, mit sozialpolitischen Maßnahmen Wohnungslosigkeit abzubauen oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Grundlage dafür sind Fakten, die einerseits auf einer Bundesstatistik und andererseits einer bundesweiten Straßenbefragung basieren. Das heißt, erstmals in 2022 wurden in Deutschland Wohnungslose gezählt. 1.400 in Thüringen klingt erst einmal nicht so viel, könnte man meinen. Jedoch ist die Dunkelziffer wesentlich höher, da zahlreiche Menschen überhaupt nicht erfasst wurden, wie beispielsweise Opfer häuslicher Gewalt, Gefängnisinsassen mit vorzeitiger Haftentlassung, Geflüchtete oder auch Kinder, die bei ihren wohnungslosen Eltern leben.

Was soll konkret angestoßen bzw. verändert werden? Welche wichtigen Punkte gehören zur Strategie gegen die Wohnungslosigkeit wie wohnortnahe Hilfen oder Orientierung an Wünschen von Betroffenen?
Lösungen liegen dafür nicht auf der Straße. Die Strategie für Thüringen orientiert sich an einem Ampelsystem. Zunächst geht es darum, Wohnungslosigkeit zu verhindern. Vermieter, Jobcenter und Sozialbehörden müssen präventiv in diesen Prozess eingebunden werden, um die kommunalen Frühwarnsysteme realisieren zu können. Bei eingetretener Wohnungslosigkeit soll diese abgebaut werden. Es gilt, den Weg zurück in regulären Wohnraum zu ermöglichen. Wohnungslose oder obdachlose Menschen müssen auch im Akutfall bei ihren Problemlagen begleitet werden. Dazu gehört die Gesundheitsvorsorge, beispielsweise mit einem anonymen Krankenschein.

Ein anonymer Krankenschein? Was versteht man darunter?
Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in Thüringen. Mithilfe des anonymen Krankenscheins können sich Menschen ohne Krankenversicherung behandeln lassen. Menschen, die eine medizinische Behandlung benötigen, erhalten an mehr als 30 Ausgabestellen in ganz Thüringen einen anonymen Krankenschein, um sich damit medizinisch notwendig behandeln zu lassen.

Stichwort Prävention. Gerade für präventive Maßnahmen aber auch die Wiedereingliederung in regulären Wohnraum werden Partnerinnen und Partner benötigt. Wer gehört dazu?
Das ist ganz klar die Wohnungswirtschaft. Ohne sie geht gar nichts. Doch noch viel wichtiger sind die Wohnungslosen selbst. Das hat auch die Diskussion zum Fachtag gezeigt. Wir müssen mit den Betroffenen reden, denn nur so können die tatsächlichen Bedarfe erfasst werden: Was benötigt der Einzelne oder die Familie?
Weiter gehören Mitarbeitende aus den Sozialbehörden, die sich mit den Notlagen der betroffenen Menschen beschäftigen und ihnen Perspektiven aufzeichnen dazu, aber auch Ordnungsbehörden, die vor allem für die Unterbringung zuständig sind und natürlich alle Einrichtungen der Unterstützungssysteme. Sie alle gehören mit ins Boot.

Die Veranstaltung ist auf großes Interesse gestoßen und war gut besucht. Wie sieht deshalb Ihr Resümee als Mitveranstaltende aus?
Ja, das Interesse war wirklich sehr groß. Der Fachtag war binnen einer Woche nach Veröffentlichung ausgebucht. Wegen des Interesses, aber vor allem der Inhalte, die mit großem Engagement besprochen wurden, kann ich von einem sehr guten Fachtag im Ergebnis sprechen. Jetzt ist es an uns in meinem Fachbereich im Thüringer Sozialministerium, die Hausaufgaben, die uns mitgegeben wurden, abzuarbeiten. Wir werden innerhalb einer Arbeitsgruppe eine Strategie entwickeln, in der wir die betroffenen Menschen mitnehmen werden. Denn mit den Hilfesystemen allein können wir das Problem der Wohnungslosigkeit nicht lösen.

Gibt es bereits angedachte konkrete Schritte bzw. Vorhaben?
Ein Vorschlag am Fachtag war, eine Befragung unter Betroffenen durchzuführen. Wir wollen Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ministerien organisieren, da „Wohnungslosigkeit“ ein gesamtgesellschaftliches Thema ist. Aber auch Politik muss mit ins Boot geholt werden. Es ist vorgesehen, zum Beispiel eine Aktuelle Stunde im Thüringer Landtag zu nutzen, um mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. Es wird noch jede Menge weitere Vorschläge und Ideen geben, um Lösungswege gegen und aus der Wohnungslosigkeit zu finden und anzubieten.

Vielen Dank für das Gespräch. (P.L.Binder/IKPE-Newsletterredaktion)
Bild 1: Über "Perspektiven zum Thema Wohnungslosigkeit" diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Vereinen und Ämtern in einer Gesprächsrunde mit Sozialministerin Heike Werner (rechts im Bild)
Bild 2: Dr. Stefan Huber (IKPE) moderierte einen der Workshops. Fotos (2): @TMASGFF

Blitzlichter: Aus der Arbeit des Instituts

Gemeinsames Projekt der Fachhochschule Erfurt:
„Vernetzungsaktivitäten im Bereich FH-Europa: Crossmediale Partizipation in der Post-Corona-Stadt – Transformationen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in benachteiligten Räumen (Trans X)


Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt ermöglicht die deutschlandweite und europaweite Vernetzung mit verschiedenen Akteuren. Hiermit eng verbunden ist die Diskussion der Projektidee „Digitale Demokratie in benachteiligten Stadtvierteln in Europa“, an der für die Fachhochschule Erfurt (FHE) das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) und das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) arbeiten. Aktuell steht auf der Tagesordnung, europaweit mit potentiellen Partnern für die Umsetzung des Vorhabens ins Gespräch zu gehen. Zu diesem Zweck besuchten die aktuell Beteiligten internationale Netzwerkforen und nationale Veranstaltungen, so wie im Juni 2023 ein Treffen des Netzwerks Bürgerbeteiligung in Köln und eine Fachtagung zum Thema „Armut als (wenig sichtbares) Querschnittsthema in Lehre, Forschung & Praxis?“. In verschiedenen Workshops diskutierten die Teilnehmenden der Fachtagung eine Reihe von Fragen zu Armut und digitaler Beteiligung. Die Veranstaltungen wurden von der „Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit“ der Hochschule München organisiert.
Weitere Informationen auf der Webseite des Projekts sowie im Forschungsbericht der ASW an der FH Erfurt für das Jahr 2022 auf Seite 26. Hier zum Forschungsbericht

Ansprechpartner: Dr. Stefan Huber, IKPE
Kontakt: stefan.huber@ikpe-erfurt.de
Neues aus dem Programm
"Thüringer Präventionsketten"
Aktuell ist die fachliche Prozessbegleitung von den kommunenspezifischen Einzelberatungen und von den in der Gemeinschaft der Programmkommunen angebotenen Basis-Qualifizierungsmodulen sowie Fachgesprächen geprägt, in denen erfahrene Kommunen berichten, wie sie ihre ersten Schritte gestaltet haben.
Parallel dazu fand am 20. Juni 2023 ein erster Entwicklungsworkshop zur Wirkungsorientierung in kommunalen Netzwerken statt. Gemeinsam mit den Koordinatorinnen sowie Sozialplanerinnen von drei Kommunen, die am Programm "Thüringer Präventionsketten" teilnehmen, wurde über ein Grundverständnis reflektiert, wie der Anspruch von Wirkungsorientierung zu verstehen sei und wie eine anwendungsorientierte Annäherung gelingen kann.
Dr. Heinz-Jürgen Stolz vom Institut für soziale Arbeit e. V. (ISA) Münster ging in seinem Input der Frage nach, wie wirkungsorientiert gearbeitet werden kann und welche Rolle im Rahmen der Präventionsketten die kommunalen Vertreter*innen selbst als Initiator*innen und Motivator*innen für eine intensive Beteiligung innehaben.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (siehe Foto) konnten auch in der sich anschließenden, teils leidenschaftlich geführten Diskussion von den Erfahrungen aus der Praxis des Programms "Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!", vertreten durch Wiebke Humrich, sowie aus der Praxis in Nordrhein-Westfalen profitieren, da Dr. Stolz als Leiter des Präventionsbereichs im Institut für soziale Arbeit e. V. die Präventionsketten "kinderstark" vor mehr als zehn Jahren mit aufgebaut und begleitet hat.
Zudem koordiniert er mit seinen Kolleg*innen den Aufbau des bundesweiten Qualitätsverbund Kommunale Präventionsketten, der von der Auridis-Stiftung gefördert wird, letztere beteiligte sich ebenso mit Projektmanager Markus Büchel an dem gemeinsamen Verstehensprozess.
Es war ein konstruktiver Verständnisauftakt zum Thema Wirkung, Wirkungsorientierung und Wirkungsmodelle. Für den 10. Januar 2024 plant das IKPE eine größere Diskussionsrunde. Dieser Termin kann vorgemerkt werden.
Mehr zum Thema: www.thueringer-praeventionsketten.de

Ansprechpartnerin: Dr. Heike Schaarschmidt, Programmleiterin "Thüringer Präventionsketten"
Kontakt: heike.schaarschmidt@ikpe-erfurt.de
Neues aus dem Projekt im Weimarer Land:
Erstellung eines "Kommunalen Maßnahmeplans zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Weimarer Land"

Das Auftaktgespräch mit den Fachämtern des Landratsamtes hat Anfang Juni 2023 im Landratsamt stattgefunden. Thematisch ging es um den Aufbau einer gemeinsamen Arbeitsebene und der Einbindung der verschiedenen Ämter und Dienststellen zur Erstellung des Maßnahmeplans sowie der Planung der im August bis September 2023 angedachten Beteiligungsworkshops.
Ziel ist es, eine umfassende Teilhabe von unter anderem Menschen mit Behinderung im Landkreis zu ermöglichen, Diskriminierungen und Barrieren abzubauen und die Lebenssituation dieser Menschen zu verbessern. Dazu gibt es aktuell eine Reihe von Fachgesprächen mit Vereinen, Verbänden und Initiativen unter Einbeziehung der Vorsitzenden des Behindertenbeirats, um ein breites Spektrum aus der Zivilgesellschaft an dem kommunalen Maßnahmeplan zu beteiligen.

Ansprechpartner*innen sowie Kontakt: Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Rainer Vock

Rückschau

04. Juli 2023 | "Kommune gestaltet!" | online
Gesprächsrunde zur IKPE-Studie Zukunft kommunaler Planung - Lernen aus (Krise(n)
"Kommunales Lernen durch Krisen" war am 04. Juli 2023 Thema einer Online-Gesprächsrunde, die von Kommune 360° organisiert und in der Reihe „Kommune gestaltet“ mit fast 70 Teilnehmenden aus ganz Deutschland stattgefunden hat. Auf Grundlage der Studie „Zukunft kommunaler Planung“ sprachen Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber darüber, Krisen als Chance zu sehen, die Bedeutung von Netzwerken in Krisenzeiten und gaben Impulse zum organisationalen Lernen. Das Interesse der Teilnehmenden war groß, sich mit den beiden Referent*innen auszutauschen. Dabei standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie haben sich Arbeitsweisen in der Kommune durch Krisen verändert? Hängt gelingende Netzwerkarbeit mit dem Selbstverständnis von Planung zusammen?  Welche Gelingensbedingungen sind notwendig, um tragfähige Netzwerkstrukturen aufzubauen?
Dieser Input führte die Diskussion aus dem Workshop "Lernen aus Krisen" zum Festival für innovative Planung 2022 in Apolda weiter. Mehr dazu auch auf Kommune 360°, ein bundesweites Netzwerk von Akteur*innen aus kommunaler Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
23. Juni 2023 | Erfurt
Lange Nacht der Wissenschaften 2023 an der FH Erfurt
Das IKPE war mit einer Fachpräsentation und einem interaktiven Quiz „Thüringen nachgefragt: Das (Besser-)Wisser-Quiz über Thüringen“ in der Cafeteria der Fachhochschule Erfurt dabei. Viele Besucher*innen stellten sich Fragen wie "Welche Region ist von Kinderarmut am stärksten betroffen?" oder "Wo gibt es einen Überschuss an Männern zwischen 18 und 40 Jahren?" und staunten oft über manche Antwort. Zu jeder richtigen Lösung gab es ein kleines Präsent. Der Dank gilt der FH Erfurt für die Möglichkeit der Teilnahme an dieser spannenden und vielseitigen Nacht. Wir sind gerne im kommenden Jahr wieder mit dabei. Fotos: @IKPE/Binder, @FH Erfurt
Die Fotostrecke der Veranstaltung an der FH Erfurt finden Sie hier
13. Mai 2023 | Sömmerda
Europafest Thüringen
Das Europafest in Thüringen fand in diesem Jahr in Sömmerda statt. Das IKPE nahm an dem Informations- und Volksfest mit einem Präsentationsstand teil und reihte sich damit in das vielfältige Angebot von Vereinen, Organisationen und auch Unternehmen ein. Zum Programm auf dem Sömmerdaer Obermarkt gehörten musikalische Darbietungen und Gesprächsrunden rund um das Thema Europa, um den europäischen Gedanken. Seit 2017 wird das Europafest in Thüringen an wechselnden Orten durchgeführt und vom Europäischen Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei organisiert. Hier noch einige fotografische Impressionen unseres Teams vor Ort (Andreas Blume-Strotzer, Dr. Heike Schaarschmidt, Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber). Mehr auf ikpe-erfurt.de

Vorschau

10.07.2023 | 18:00 Uhr | "Erfurter Fachgespräch" zur inklusiven Jugendhilfeplanung
Am 10. Juli 2023 um 18:00 Uhr startet eine weitere Diskussionsrunde des Onlineformats "Erfurter Fachgespräch" zum Thema "Inklusive Jugendhilfeplanung". Die Teilnahme an der Kooperationsveranstaltung der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften (ASW) der FH Erfurt und des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung Erfurt (IKPE) ist offen. Hier der Link zum Livestream auf youtube.
"Mittels verschiedener Zugänge wollen wir im Erfurter Gespräch auf erste Erkenntnisse und Erfahrungen verweisen, Ansätze diskutieren und Mut machen, sich auf diese Veränderung gelingend einzustellen", heißt es in einem Hinweis der Fachhochschule Erfurt zu der Diskussionsrunde, die von Prof. Dr. Jörg Fischer, Professor für Bildungs- und Erziehungskonzepte an der Fachhochschule Erfurt sowie Leiter des Instituts für Kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) moderiert wird.
Ins Gespräch kommen dazu Dr. Heike Schaarschmidt, Projektleiterin Programm "Thüringer Präventionsketten" am IKPE in Erfurt; Dr. Julia Pudelko, Wissenschaftliche Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe am Institut für soziale Arbeit in Münster; Heiko Brodermann, Fachberatung Jugendhilfeplanung im LVR-Landesjugendamt Rheinland in Köln und Pia Steinfels, Jugendhilfeplanerin in Monheim am Rhein.
Mehr dazu hier und auf www.ikpe-erfurt.de
07.09.2023 | Erfurt | Schirmfrau trifft Programmkommunen
Gespräch mit der Thüringer Sozialministerin Heike Werner zum Programm "Thüringer Präventionsketten"
Die Veranstaltung ermöglicht den Austausch und die Begegnung zwischen Schirmfrau und den am Programm teilnehmenden Kommunen. In dem Gespräch mit der Praxis soll Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) einerseits Einblicke in die Arbeitsschritte und Herausforderungen der Kommunen beim Auf- und Ausbau kommunaler Präventionsketten erhalten. Andererseits geht es um die Fragestellung, wie seitens der Landespolitik das Landesprogramms „Thüringer Präventionsketten“ stärker wahrgenommen, unterstützt und durchgesetzt werden kann.

IKPE-Empfehlungen

Für die bevorstehenden Urlaubstage und die Sommerferien haben wir einen Buchtipp von unserem Kollegen Dr. Stefan Huber für Sie.
"Ach, Thüringen - Zwischenrufe aus einem seltsam schönen Land"
Martin Debes, Autor und Journalist, Klartext Verlag

Dr. Huber empfiehlt diese kurzweilige Lektüre folgendermaßen:
Das journalistische Kleinod beleuchtet in Form von bereits erschienenen Kolumnen die wichtigsten (Groß-)Ereignisse der letzten Jahre in Thüringen. Die Texte sind eine Auswahl von Martin Debes „Zwischenrufe“ zu aktuellen Themen des Zeitgeschehens in der "Thüringer Allgemeine", eine regionale Zeitung der Funke-Mediengruppe.
In dieser Veröffentlichung geht es um Themen wie Corona, die Ministerpräsidentenwahl, explizit um den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (DIE LINKE), die Konflikte um den NSU, den Krieg in der Ukraine, die Zusammenhänge rund um die AfD und die persönlichen Erfahrungen des Autors in seinem Heimatland Thüringen.
Das Buch ist kurzweilig und pointiert geschrieben. Alle handelnden politischen Akteure werden gleichermaßen kritisch beäugt und wahrgenommen. Es ist eine Lektüre für Zwischendurch. Außerdem ist es sehr zu empfehlen für alle "Neu-Thüringer", die sich einen Überblick über die politische Landschaft des Freistaats verschaffen wollen. Es macht Lust darauf, sich tiefer auf dieses „seltsam schönes Land“ der Widersprüche einzulassen, dass sehr viel mehr ist, als Bratwurst und Thüringer Klöße.
Buchempfehlung von Dr. Theresa Hilse-Carstensen:
"Neue Wege gehen. Wie in Thüringen gemeinsam progressiv regiert wird."
Zum Abschluss noch dieser Lese-Tipp für ein Buch, in dem sich neben der stellvertretenden IKPE-Institutsleterin Dr. Theresa Hilse-Carstensen, eine Reihe von Thüringer Wissenschaftler*innen sowie Politiker*innen als Autor*innen wiederfinden, darunter seien Dorothea Marx, Landtagsabgeordnete der SPD; Madeleine Henfling, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) oder Stefan Schmalz, Leiter einer Forschungsgruppe an der Erfurter Universität genannt.
Herausgeber ist der Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Prof. Dr. Benjamin-Emanuel Hoff. Im Bild eine Widmung von ihm in das Exemplar der Autorin.
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